Historischer Wahlabend für Die Linke im Landkreis Vechta
Erfolge in Holdorf, Lohne, Vechta und im Kreistag
Die Linke im Landkreis Vechta hat bei der Kommunalwahl 2026 ihr bislang stärkstes Ergebnis auf
kommunaler Ebene erzielt. Erstmals zieht die Partei in den Gemeinderat Holdorf ein, kehrt mit
Fraktionsstärke in den Stadtrat Lohne zurück, verdoppelt ihre Vertretung im Stadtrat Vechta und
gewinnt zusätzlich ein zweites Mandat im Kreistag.
Besonders bemerkenswert: Überall dort, wo Die Linke kandidierte, gelang der Einzug in die
jeweiligen Parlamente. Für den Kreisverband ist das ein deutliches Signal, dass soziale Themen,
bezahlbares Wohnen und mehr politische Beteiligung auch im Landkreis Vechta auf wachsende
Resonanz stoßen.
Wir von der Linken haben nicht erst in den Wochen vor der Wahl ein offenes Ohr für die
Bürgerinnen und Bürger gehabt
erklärt Susanna Hübner-Virnich, die künftig sowohl dem
Stadtrat Vechta als auch dem Kreistag angehören wird.
In zahlreichen Gesprächen an den
Haustüren, auf der Straße und bei Veranstaltungen haben Menschen uns ihre Wünsche, Sorgen
und Anregungen mitgegeben. Daraus haben wir die Schwerpunkte unseres Programms
entwickelt. Unser Auftrag ist es jetzt, diese Anliegen zum zentralen Punkt unserer politischen
Arbeit zu machen.
Die Linke wolle sich in den kommenden Jahren dafür einsetzen, dass sich alle Menschen in den
Städten und Gemeinden des Landkreises sicher, ernst genommen und gut vertreten fühlen.
Themen wie bezahlbares Wohnen, soziale Teilhabe, Gleichstellung, gute Bildungsangebote und
eine starke kommunale Daseinsvorsorge sollen dabei im Mittelpunkt stehen.
Holdorf schreibt Geschichte
Die größte Sensation ist der erstmalige Einzug der Partei in den Gemeinderat Holdorf. Mit 4,0
Prozent der Stimmen und 462 Stimmen sicherte sich Die Linke dort erstmals in ihrer Geschichte
einen Sitz. Künftig wird Diana Kamphake die Partei im Gemeinderat vertreten.
Für Kamphake ist das Ergebnis auch ein Zeichen für einen gesellschaftlichen Wandel innerhalb
der Gemeinde.
Holdorf hat soziale Veränderung gewählt. Es ziehen nicht mehr nur diejenigen in den
Rat ein, die schon immer bekannt waren. Es ist Platz für neue Perspektiven, neue Inhalte und
neue Stimmen geworden.
Die 33-jährige Berufsschullehrerin hatte im Wahlkampf insbesondere soziale Gerechtigkeit,
Chancengleichheit, Gleichstellung sowie die Interessen von Menschen in den Mittelpunkt
gestellt, die ihrer Ansicht nach häufig zu wenig Gehör finden. Darüber hinaus engagiert sie sich
für besseren Zugang zu Bildung, Kinderbetreuung und Jugendbeteiligung.
Ich freue mich riesig über das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde.
Dieses Mandat ist für mich vor allem ein Auftrag, die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen
und mich für ein solidarisches Holdorf einzusetzen.
Wiedereinzug und Fraktionsstärke in Lohne
Auch in Lohne gelang der Partei ein wichtiger Erfolg. Mit 4,12 Prozent und 1.577 Stimmen kehrt
Die Linke nach ihrer Abwesenheit in der aktuellen Wahlperiode in den Stadtrat zurück.
Besonders bedeutsam ist, dass die Partei direkt zwei Mandate erringen konnte und damit
Fraktionsstatus erreicht. Gewählt wurden Uwe Meyer, der über ein Direktmandat einzog, sowie
Max Jentjens über die Liste.
Der 22-jährige Student Max Jentjens hatte im Wahlkampf besonders die Themen sozialer
Wohnraum, kulturelle Teilhabe sowie Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche
hervorgehoben. Uwe Meyer liegen die Themen "Schule, Kultur und Sport" sowie "Jugend,
Familie, Senioren und Soziales" am Herzen. Er freut sich auf die Arbeit im Stadtrat Lohne.
Mit zwei Mandaten erhält Die Linke künftig deutlich mehr Möglichkeiten, eigene Initiativen in die
Lohner Kommunalpolitik einzubringen.
Verdopplung der Sitze in Vechta
Auch in der Kreisstadt Vechta kann Die Linke einen deutlichen Ausbau ihrer politischen Präsenz
verbuchen. Mit 5,0 Prozent und 2.355 Stimmen verdoppelt die Partei ihre Vertretung von einem
auf zwei Sitze.
Gewählt wurden Elisa Kokemohr per Direktmandat sowie Susanna Hübner-Virnich über die
Liste.
Kokemohr, Sozialarbeiterin von Beruf, machte im Wahlkampf vor allem auf die Themen soziale
Teilhabe, bezahlbares Essen in Schulen und Kitas, Wohnraum, Barrierefreiheit und
Generationengerechtigkeit aufmerksam.
Ich freue mich riesig, dass so viele Menschen in
Vechta Lust auf feministische linke Politik haben
Das Ergebnis zeige, dass soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und eine Politik für alle Generationen
in der Stadt auf große Zustimmung stoßen.
Gemeinsam mit Hübner-Virnich bildet Die Linke künftig erstmals eine Fraktion im Stadtrat
Vechta.
Auch der Kreistag wächst
Darüber hinaus gelang der Partei ein weiterer Schritt auf Kreisebene. Im Kreistag wird Die Linke
künftig mit zwei statt bislang einem Mandat vertreten sein.
Die Partei erreichte 4,01 Prozent und 8.606 Stimmen. Gewählt wurden Susanna Hübner-Virnich
für den Wahlbereich Vechta sowie Christian Ottens für den Wahlbereich Dinklage, Holdorf und
Steinfeld.
Der 30-jährige Christian Ottens hatte im Wahlkampf insbesondere die Themen bezahlbarer
Wohnraum und familienfreundliche Kommunalpolitik in den Mittelpunkt gestellt.
Junge Kandidierende und starke Frauen prägen den Erfolg
Auffällig an diesem Wahlabend ist auch die personelle Zusammensetzung der gewählten
Mandatsträger*innen. Mehrere neue, vergleichsweise junge Kandidierende konnten die
Wähler*innen überzeugen.
Gleichzeitig werden Frauen künftig eine zentrale Rolle in der kommunalpolitischen Arbeit der
Linken im Landkreis spielen. Mit Diana Kamphake, Elisa Kokemohr und Susanna Hübner-Virnich
wurden drei Kandidatinnen gewählt, die bereits im Wahlkampf durch ihre starke Präsenz vor Ort
aufgefallen waren.
Für den Kreisverband zeigt das Ergebnis, dass viele Menschen nach neuen politischen Stimmen
suchen und bereit sind, auch Kandidierenden außerhalb der etablierten kommunalpolitischen
Strukturen ihr Vertrauen auszusprechen.
„Politik von unten“ trägt Früchte
Für den Kreisverbandsvorstand ist das Ergebnis auch eine Bestätigung der eigenen Arbeitsweise.
Vorstandsmitglied Dominik Uhlenhake verweist insbesondere darauf, dass Die Linke nun
erstmals Fraktionsstatus in Kommunalparlamenten des Landkreises erreicht habe.
Zum ersten Mal in unserer Geschichte stellen wir kommunale Fraktionen. Das gibt uns neue
Möglichkeiten, die Interessen unserer Wählerinnen und Wähler wirksam zu vertreten. Unser
Ansatz war immer Politik von unten: zuhören, ansprechbar sein und gemeinsam mit den
Menschen konkrete Probleme lösen. Dass dieser Weg jetzt an so vielen Orten gleichzeitig
erfolgreich war, macht uns stolz und motiviert uns für die kommenden Jahre.
Damit beginnt für Die Linke im Landkreis Vechta eine neue Phase: Aus einzelnen Mandaten ist
innerhalb einer Wahl ein kommunales Netzwerk aus Ratsmitgliedern und
Kreistagsabgeordneten entstanden. Der historische Einzug in Holdorf bildet dabei den
sichtbarsten Erfolg eines Wahlabends, der die politische Stellung der Partei im Landkreis
nachhaltig verändern dürfte.

